Morsche Bretter auf dem Holzweg

Fakt ist einfach, dass Menschen zumindest in der Masse der Führung bedürfen. Egal welches Regime, welches System gerade so an der Macht ist- Die Mehrheit der Menschenherde wird sich dem unterordnen, was von oben verordnet wird. Diese Neigung der Menschheit zu ignorieren oder darauf zu beharren, jeder einzelne solle sich doch "befreien" würde bedeuten, auf falschen Grundlagen aufzubauen weil dies schlicht nie geschehen wird. Man kann dies nur in den Griff bekommen, indem man die unterwürfige, obrigkeitshörige Natur der Menschen anerkennt und dafür sorgt, dass durch ihren unbedingten und kritiklosen Gehorsam kein Unheil mehr entstehe.

Eine der entscheidenden Punkte ist es also, ein Gesetz zu entwerfen, das zwar wie alle anderen Gesetze auch den Untergebenen auferlegt wird, das aber, im Gegensatz zu allen anderen Gesetzen, nicht auf aktuellen Befindlichkeiten oder Interessen beruht. Metaphorisch ausgedrückt bedeutet dies, man muss die Naturgesetze selbst in ein Gesetz für Menschen übersetzen und sie in eine staatsrechtliche Form übergeben. Denn wenn die Menschen sich in ihrer Bequemlichkeit, Unselbstständigkeit und Denkfaulheit schon gerne zwingen lassen, was sie wann unter welchen Umständen wie zu tun und wie sie zu denken haben- Warum sie nicht gleich per Gesetz dazu zwingen, gar keine unnachhaltigen Entscheidungen mehr zu treffen?

Bisherige Gesetze dienten ja ausschließlich den Interessen und Befindlichkeiten irgendwelcher Interessengruppen, hatten aber nie den Anspruch, die Gesellschaft so grundlegend zu gestalten, dass auch nachfolgende Generationen noch davon zehren können. Stets obsiegte die Gier und der Machthunger derer in den Führungspositionen und so war ihre Entscheidungsgewalt immer danach ausgerichtet, die dicksten Rosinen für sich und die Ihrigen herauszuholen und sich das fetteste Stück vom Kuchen abzuschneiden. Zu diesem Zweck allein wurde Macht missbraucht, zum Selbstzweck der Mächtigen. Aber niemals wurde Macht als Mittel zum Zweck benutzt, die nötigen und längst überfälligen Maßnahmen einzuleiten.

Ich weiß, das klingt erst einmal nach Gutmenschlerei ist aber reiner biologischer Pragmatismus. Will die Menschheit weiter überleben, muss sie andere Wege gehen. Tut sie dies nicht, hat sie auch kein Anrecht auf ihr Fortbestehen. Dies ist eine einfache Wahrheit, die schon so viele Arten erfahren mussten und nur weil der Mensch sich selbst begreifen kann heißt das nicht, dass diese Regel für ihn nicht gilt. Wer eine Gefahr für das Leben an sich und die Mechanismen auf den Planeten darstellt muss verschwinden. So einfach ist das.

Deswegen wird der Wandel auch nicht ohne einen nennenswerten Schwund an Menschenmaterial vonstatten gehen können. Denn es gibt derer zu viele, die einfach zu stur und borniert sind, ihr Unrecht, ihre falsche Lebensweise anzuerkennen. Diese Mentalität muss mitsamt ihren Trägern verschwinden. Und ich werde ihnen keine Träne nachweinen, denn diese sind es, die durch ihre Unterstützung oder auch nur passive Duldung zugelassen haben, dass alles soweit kommt und dass diejenigen, die andere Wege angemahnt haben, es so schwer hatten und immer noch haben. Das nenne ich wahre Gerechtigkeit, wenn diese Personen einfach von der Bildfläche verschwinden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Schwierigkeit darin besteht, seine Konditionierung und dabei vor allem seine weichen Seiten abzulegen. Zu erkennen, dass es in der Geschichte mehr als einmal Zeiten großer Umbrüche gab und dass eben genau jetzt wieder so eine Zeit ist. Und da nun eben ein gewisser Entwicklungsstand erreicht sein sollte, was den menschlichen Geist betrifft, sollte man sich als bewusstes Wesen, als Mensch, der weiter denken kann als bis zur nächsten Mahlzeit, die Frage stellen, wie man verdammt nochmal dafür sorgt, dass endlich mal nicht solche lebensfremden und widerwärtigen Schleimbolzen die Entscheidungen treffen, die nur ihre eigenen fetten Bäuche mästen und dabei den Planeten und die eigenen Artgenossen dem Untergang und dem Verfall anheimfallen lassen.

Als Meister des Wissens um Zusammenhänge, der man als Mensch sein sollte, erkennt man ganz leicht, dass nun mal GANZ andere Ursachen gesetzt werden müssen, um Wirkungen zu erhalten, die ein bisschen länger Bestand haben als bis zur nächsten Bundestagswahl. Dass man die Holzwege einfach mal verlassen muss, anstatt immer nur ein morsches Brett darauf durch ein anderes auszutauschen.

Dass man der Menschheit Eigenarten, ihre Natur mit ins Kalkül zieht und darauf seine Ordnung aufbaut anstatt zu versuchen, sich alles und jeden so zurechtzuzwingen, wie man es gerade braucht, um zu seinem Vorteil zu gelangen. Und nicht nur des Menschen Natur, sondern auch seine Einwirkung auf den Lebensraum, die allgemeinen Lebensgrundlagen auf dem Planeten. Die Natur hat die Menschheit vor 200.000 Jahren hervorgebracht, ihr gilt es zu gehorchen. Nicht irgendwelchen Elfenbeinturmbewohnern, die nie das wahre Leben kennengelernt haben und von ihren eigenen Entscheidungen gar nicht betroffen sind.

Kurz- Es gilt, eine Zivilisation zu etablieren, die ihre eigenen Belange und Bedürfnisse derart regelt, dass sie sowohl im Einklang mit der eigenen Natur, als auch mit der Natur im Ganzen sich befindet. Nur so kann eine Gesellschaft aufgebaut werden, die nicht von ihren Kindern verflucht wird. Und dazu muss man auch einsehen, dass der Mensch an sich nicht nur liebe, nette und "gute" Seiten hat, sondern eben auch Schatten, Abgründe und Attribute, die als "negativ" gelten. Diese nicht zu integrieren und anzuerkennen heißt, immer mehr Druck im Kessel aufzubauen, bis er uns schließlich allen um die Ohren fliegt.

"Nichts ist wahr, alles ist erlaubt", dies bedeutet, dass es einem Menschen erlaubt sein muss, seine Abgründe erforschen und auch ausleben zu können, damit er nicht immer und immer irgendetwas so lange in sich hineinfrisst, bis er schließlich zu einem unkalkulierbaren Risiko wird, weil er schlicht explodiert und der Druck sich Platz macht, der über Jahre und Jahre sich in ihm aufgestaut hat.

Eine Regentschaft, eine Obrigkeit hat die Pflicht, Auswüchse und Gefahren zu vermeiden. Und so muss es einfach gestattet sein, ganz ohne Repressalien gleich welcher Art, unter kontrollierten und geschützten Bedingungen, jedem Verlangen, jedem Begehr nachgeben zu können. Wie dunkel, finster und abgründig diese auch seien. Dies ist wahre Freiheit und nicht, wie viele es sich vorstellen, ein Verbotssystem durch ein anderes zu ersetzen. Fragt man Menschen, die sich für einen Wandel aussprechen, wie sie sich denn eine freiheitliche Ordnung vorstellen, kommt letzten Endes die gleiche Scheiße wieder heraus, durch die wir uns jetzt wühlen müssen. Freiheit bedeutet aber, ALLES tun zu können und zu dürfen, ohne auch nur schiefe Blicke der Nachbarn befürchten zu müssen. Diese kann und wird es zwar immer geben, weil es immer Spießer geben wird. Doch sie werden keine Handhabe mehr haben, jemandem aus Neid, weil er wagt, seinem Selbst zu folgen, einen Nachteil zu bescheren.

Das einzig wahre Verbrechen, das es dann noch geben kann ist es, einen Schaden an der Zukunft zu hinterlassen wie ich es nenne. Dass man die Gesetze der Natur selbst nicht einhält. Aber dies wird Thema eines anderen Abschnittes sein...

Ende der Ansage.

18.9.16 21:54

Letzte Einträge: Alles wiederholt sich. Noch., Der organische Staat, Nichts ist wahr, alles ist erlaubt.

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