Der organische Staat

Ihr Menschen seid so gut darin, gegen die Natur anzuleben, dass ihr ganz vergessen habt, dass ihr eigentlich schon ein recht passables Erfolgsmodell wärt. Wenn ihr euch nur ein bisschen mehr wert wäret, als ständig den am lautesten kläffenden Alphamenschen hinterherzulaufen egal was er sagt. Solange er offiziell die Herrscherwürde trägt, kriecht ihr ihm in den Arsch.
Das hat uns die Geschichte gezeigt und da ich jemand bin, der nicht nur sagt, man sollte aus der Geschichte lernen, sondern dies auch tatsächlich tut sage ich euch:
Gut, wenn ihr in der Masse so dumm und obrigkeitshörig seid- Warum das nicht mal für bessere Ziele nutzen als bisher geschehen?

Für mich hat sich schon sehr früh die Frage gestellt, warum ihr so geil darauf seid, eure eigene Natur durch eure perverse (widernatürliche) Lebensweise zu verleugnen. Fühlt ihr euch dann besser, weil ihr dann das Gefühl habt, die Natur im Griff zu haben, sie zu "kontrollieren", oder sich auch nur über sie zu erheben indem ihr sie knechtet?
Dann habe ich schlechte Nachrichten für euch- Egal was ihr auch macht oder nicht- Ihr werdet IMMER Geschöpfe aus der Natur sein und es gibt nichts, das ihr dagegen unternehmen könnt. Ihr werdet immer abhängig sein von den Voraussetzungen, die euer Entstehen und FORTbestehen möglich machen.

Kein Essen? Dann werdet ihr verhungern.
Kein Wasser? Dann werdet ihr verdursten.
Keine Luft? Dann werdet ihr ersticken.
Keine zwei Geschlechter? Dann werdet ihr aussterben.

Wisst ihr das nicht? Doch wisst ihr. Und zwar seit Langem schon. Vorbei die Zeiten als ihr nicht wusstet, wie und was euch am Leben hält und irgendwelche "Schicksale" oder "Götter" für alles verantwortlich machen konntet wozu ihr zu dumm, faul, feige oder anderweitig unfähig wart.

Die nächste Frage folgt auf dem Fuße- Wenn ihr all das wisst, warum orientiert ihr euch für eure Lebensweise denn dann immer noch an den Worten und Vorstellungen jener, von denen jeder Stammtischbauer weiß, dass sie euch nur verarschen, belügen, abzocken, hintergehen, ausnutzen und ausbeuten?
Ist das eure Vorstellung von Intelligenz? Sich aus freien Stücken ins Feuer zu begeben und dann darüber zu klagen, dass man verbrennt?
Für Essen zu bezahlen, das auf Bäumen wächst und für Wasser, das in Flüssen strömt?
Gut, ich erkenne eure Neigung an, euren Führern unbedingt und obrigkeitshörig folgen zu wollen aber warum folgt ihr dann Arschlöchern, die euch in den Abgrund führen? Ist euch das geführt werden wichtiger als der gescheite Fortbestand eurer eigenen Art?

Warum frage ich euch, warum orientiert ihr euch in eurer Lebensweise nicht danach, was seinen Erfolg bereits unter Beweis gestellt hat? Und zwar seit SEHR viel längerem als es euch gibt- Beim Leben und seinen Abläufen selbst.
Ihr rühmt euch eurer Wissenschaften doch was lernt ihr nun effektiv daraus? Wie man Laser herstellt, die man dann benutzt, um DVD Player zu bauen, die man verkauft. Wie man elektromagnetische Geräte baut, die die Krankenkassen benutzen, um den Menschen Angst vor Krankheiten zu machen und sie somit abzuzocken.

Wie machen all diese Erkenntnisse euer Leben besser, wenn ihr sie nur benutzt, um euer ach so wichtiges Wirtschaftswachstum anzukurbeln, anstatt euer Zusammenleben vernünftig zu ordnen? Bedenkt die letzten 30, 40 Jahre. Was wurde da denn wirklich besser?

- Haben eure Kinder bessere Schulen und Bildungschancen?
- Haben sich die Renten so verbessert, dass man einen wirklich geilen Lebensabend genießen können wird?
- Könnt ihr euch alle Jahre zwei Urlaube leisten, zwei Autos, oft weggehen, den Kindern Hobbies und Interessen ermöglichen, sie sportlich und kulturell fördern UND dann auch noch was auf die hohe Kante legen?
- An wie vielen Tagen die Woche legt ihr euch abends zufrieden ins Bett und denkt euch "Yeah, das war ein super Tag und das Leben macht generell gesehen mal so richtig tollen Spaß?

Denkt lieber mal daran, wie es das Leben geschafft hat, sich über die letzten paar Milliarden Jahre nicht nur zu erhalten, sondern sich ständig weiterentwickeln und immerhin soweit zu veredeln, dass so etwas wie zumindest ansatzweise Intelligenz entstehen konnte.

Erbgut, Zellen, Organe. Alles greift Hand in Hand, weil dem Leben, dem Organismus daran gelegen ist, so gut wie irgend möglich zu funktionieren. Klar gibt es auch mal Rückschläge oder fehlgeschlagene Experimente aber prinzipiell hat sich dieses Modell doch als recht gut erwiesen. Was nicht funktioniert wird einfach aussortiert und genau so sollten das auch die Menschen halten.
Wie oft muss eigentlich etwas fehlschlagen, bevor ihr kapiert, dass es sozusagen der natürlichen Auslese überlassen werden soll? Warum haltet ihr so verkrampft an untauglichen Dingen fest. Denkt euch einfach "Gut, haben wir jetzt ausprobiert aber nun, so richtig funktioniert hat das jetzt nicht. Besser gehts uns nicht damit also probieren wir einfach mal das nächste Modell".

Einfach mal ein bisschen Gelassenheit und Experimentierfreude an den Tag legen und nicht so stur und verbissen an etwas festhalten, nur weil es halt schon mal da ist. Seid ihr Menschen nicht mit Neugier und Forscherdrang geboren worden? Seid ihr Zombies, die einfach mit dem Vorlieb nehmen müssen, das gerade da ist? Wenn kein Menschenfleisch, dann eben Rattenhirn. Genau so verhaltet ihr euch. Ihr fresst das Fleisch der Ratte, obgleich noch ganz andere Genüsse auf euch warten würden. Einzig eure Sturheit hindert euch daran.

Wieso nehmt ihr euch nicht die Natur selbst zum Vorbild, überlegt euch, was grundlegend, elementar wichtig ist für euch und zwar immer und zu jeder Zeit. Keine Dinge, die sich morgen ändern können sondern Dinge, die zu jeder Zeit und unter allen Umständen Gültigkeit besitzen werden. So kann man euch nichts mehr vormachen, euch nicht mehr an der Nase herumführen weil ihr stets wüsstet, ob die vorgeschlagene Idee eurer Natur entspricht, ob es euch weiterbringt oder ob euch da jemand nur verarschen, ausnutzen oder abziehen will.

Warum lasst ihr zu, dass euch irgendwelche Arschlöcher entzweien und gegeneinander aufhetzen, anstatt euch darüber klar zu werden, dass es eigentlich nur gemeinsame Interessen gibt und dass jeder, der dagegen verstößt, ein Feind ist. Jeder, der vorgibt, etwas zu sagen zu haben sagt etwas anderes nur damit sie euch in Verwirrung stürzen und ihr keinen klaren konkreten Gedanken mehr fassen könnt.

Ich verstehe nicht, wie ihr nicht erkennen könnt, wie euch die verschiedenen "Abteilungen" des Systems alle das selbe Lied anstimmen. Die einen spielen den Rhytmus, andere die Melodie, wieder andere bilden den Kontrapunkt und die nächsten trällern euch den Text ins Ohr, den ihr nachzusingen habt weil ihr sonst Nazis oder andere als böse geltende Menschen seid.

Wenn ihr schon verschiedene staats- und gesellschaftsbildende Instanzen und Institutionen, die ich als Organe bezeichne, besitzt, warum dann nicht in einer Form, die euch helfen, die euch und euren folgenden Generationen ein geileres Leben bietet? Organe, die Grundbedürfnisse befriedigen, die für einen vernünftigen Ablauf sorgen und nicht wie jetzt abwechselnd Verstopfung, Durchfall und Kotzerei verursachen.

Betrachtet man einen Staat als Organismus, so ist dieser Organismus krank. Übelst krank. Zerfressen und im Sterben begriffen. Es hilft nur noch eine Radikalkur mit frischen Zellen, wenn man so will gutartigen Krebszellen, die all diese krankmachenden Geschwüre auffressen und durch etwas ersetzen, das den Organismus so lange am Leben erhält bis die Natur selbst ihn der natürlichen Auslese übergibt.
Es würden sich natürlich neue Organe herausbilden. Organe, die den Organismus versorgen, seine Stabilität gewährleisten und vor allem keine Organe, die gegeneinander arbeiten und die Zellen des eigenen Organismus aufeinander hetzt. So etwas kann nämlich nicht überleben und ich wundere mich, warum ihr immer noch nicht verstanden habt, dass das was für das Leben an sich gilt, auch sehr gut auf eure Gesellschaften und Staaten übertragbar ist.

Dass man nämlich Einheit braucht. Keine Einförmigkeit oder Gleichmacherei, denn jede Zelle und jedes Organ funktioniert anders und hat andere Aufgaben. Aber es gibt ein gemeinsames Interesse- Die Gesunderhaltung und das Überleben des Organismus. Wer jetzt sagt, mein Modell sei zu abgefahren, überdreht, esoterisch oder was auch immer, der soll mir doch bitte ein Gegenmodell unterbreiten aber eines, das NICHT schon bewiesen hat, dass es versagt hat.

Und er soll mir auch erklären, warum GENAU mein Modell unpassend
sein sollte. Es würde seinen Zweck, die Gesellschaft soweit zu ordnen, dass keine gravierenden Missstände mehr entstehen mehr als erfüllen, wenn man es nur konsequent anwendet.
Aber ich weiß- Dagegenzureden ist immer leichter, als sich selbst Gedanken zu machen und sich an Vorhandenem festzubeißen ist immer bequemer als neue Gedanken zuzulassen. Das scheint euch Menschen mittlerweile ja auszumachen, einfach nur Mastvieh, Gefolge und Gesinde zu sein anstatt eure natürlichen Talente zu nutzen. Einfach bei dem bleiben was schon ist, anstatt einen riskanten, wenn auch wohl überlegten Schritt zu wagen.

Lieber im Bekannten scheitern als im Unbekannten erfolgreich sein nicht wahr?

Ende der Ansage.

4.9.16 22:12

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