Wertlose Worte, wortlose Werte.

Wer nicht ganz blind und scheuklappenbehaftet durch sein Leben geht, dem wird schon aufgefallen sein, wie viel Sinn und Wissen man den -vor allem, aber nicht ausschließlich- "offiziellen" Worten höchstwichtiger Anzugträger und Systemrepräsentanten noch entnehmen kann:
So gut wie null.

Zwar mag es den einen oder anderen versteckten Hinweis geben, den man zwischen den Zeilen herauszuspähen vermag, jedoch gilt im Grunde genommen, dass Worte, die von "hochgestellten" Personen gesprochen werden, nur noch der Verwirrung, Ablenkung und dem Wecken eines Überdrussgefühls dienen.
Zu diesen hochgestellten Personen zähle ich auch jene, die im Brusstton der Überzeugung von Dingen sprechen, von denen man gar nicht weiß, ob sie dazu überhaupt befähigt sind. Wer macht sich schon die Mühe, herauszufinden und nachzurecherchieren, ob der so genannte "Terrorismusexperte" X Y, der gerade in der Tagesschau über den Islam referiert auch wirklich das ist, was er vorzugeben scheint. Nur weil das Fernsehen ihn als Terrorismusexperten vorstellt heißt das noch lange nicht, dass dem auch so ist.

Dies in Verbindung mit der Tatsache, dass das Fernsehen schon zu oft bei Falschmeldungen, falschen Einspielern und Übersetzungen, aber auch ganz allgemein beim Einstimmen in den Kanon der obrigkeitlichen Interessen ertappt wurde, sind die Ursachen für das wachsende Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den Medien allgemein. Das Selbe gilt aber auch für Zeitungen und generell für alle etablierten Medien.

Das Hauptproblem bei dieser Geschichte ist jedoch die Mentalität, die beim Großteil der Medienkonsumenten vorherrscht. Nämlich die, dass das Fernsehen doch sicher nicht lügt.
Wenn etwas im Fernsehen, speziell in den Nachrichten und anderen als seriös geltenden Formaten gesagt wird, genießt höchstes Ansehen weil sich der systemtreue Trottelbürger nicht vorstellen MAG, dass er sich auf der Nase herumtanzen und vorführen lässt.
Das Nachsehen haben die, die es wagen, öffentlich anzuzweifeln, dass Kleber, Slomka, Will und Konsorten mit ehrenhaften Absichten und Methoden arbeiten.

Man höre sich nur einmal bewusst an, was beanzugte Menschen im Fernsehen so von sich geben. Oder man lese Zeitungsinterviews mit ihnen. Wer hat danach wirklich das Gefühl, mehr zu wissen als vorher, etwas in die Hand bekommen zu haben das ihm hilft, besser mit der jeweiligen Situation umzugehen?
Bestenfalls versteht man schlicht nicht, was gesagt oder geschrieben wurde. Schlimmerenfalls aber kommt man auf Ergebnisse, die zwar jeder Vernunft und Intelligenz zuwiderlaufen die aber so geschickt verpackt wurden, dass beim Zuseher oder Leser der Eindruck entsteht, dass der Befragte sicher recht habe.
Das ist wie in der Werbung: Da werden einfach falsche Zusammenhänge gestrickt, damit Grundbedürfnisse angesprochen werden, die man dann für die eigenen Zwecke ausnutzt:
"Du willst die Anerkennung anderer Menschen, dann kaufe dies und jenes".
Analog dazu verfahren unsere "seriösen" Medienvermittler:
"Du willst Sicherheit und Gerechtigkeit, dann musst du dafür Freiheiten opfern."

Dass beides zusammen GINGE, das erklären sie erst gar nicht. Denn sie setzen ganz auf das Reiz-Reaktions-Prinzip. Erst einen Reiz auslösen, der Unbehagen und schlechte Emotionen verbreitet und dann zur Linderung die eigene Quacksalbe draufschmieren um eben dieses üble Gefühl wieder leicht einzudämmen. Aber eben nur soweit zu verbessern, dass auch später immer und immer wieder die Quacksalbe an den Mann gebracht werden kann.
Dem Volke zu erklären, dass beides zusammenginge, Freiheiten UND Sicherheit, dazu bedürfe es nämlich eines kleinen unwichtigen Details, vom dem die Mächtigen nicht wollen, dass der kleine Mann es besitzt:
Intelligenz.

Und so bedient man sich weiter irgendwelcher Floskeln, die genau nichts aussagen und die niemandem etwas sagen oder helfen.
"Wir brauchen für die Flüchtlingsproblematik eine gemeinschaftliche europäische Lösung."
Wo bitte ist der der konkrete Nutzwert dieser Aussage? Was GENAU bedeutet "gemeinschaftliche europäische Lösung"? So oft wie dieser Satz gesagt und NICHT erklärt wurde hilft uns genau so viel, als wäre er gar niemals erst gesagt worden. Und so ist es wirklich mit allem, was "wichtige" und "seriöse" Personen absondern.
Lässt man einmal die all zu wichtig und gebildet und modern klingenden Worte und das unheimlich seriös wirkende Auftreten des Sprechers weg, konzentriert man sich also nur auf den "Inhalt" des Gesagten, so findet man - NICHTS.
Die Menschen sollten lernen, Verpackung von Inhalt zu trennen und nicht einfach nur blind zu glauben, was jemand sagt, nur weil er entsprechend gekleidet ist, einen (oft nicht mal wirklich erarbeiteten) Titel trägt oder weil er es im Fernsehen sagt.
Vor allem aber mal zu merken, dass es nichts zu glauben gibt, weil meistens inhaltlich nichts gesagt wird.

Und wenn, dann sollte man es sich auch zur Gewohnheit machen, das mal alles wirklich konsequent und mit Weitblick durchzudenken was die Person absondert. Was würde passieren, wenn das, wofür dieses Menschlein plädiert, wirklich umgesetzt würde? Was würde das bedeuten für die Gegenwart, die nähere UND fernere Zukunft? Welche Zukunft würde meine Kinder erwarten?

Wer zu faul oder bequem ist, selbst diese einfachen Aufgaben zu bewältigen, nämlich zu denken und ein wenig Weitblick walten zu lassen, der hat nicht ein bisschen verstanden, was den Menschen ausmacht. Dass er nämlich gar nicht so dumm wäre, wie er gemacht wurde durch wertlose Worte und den unbedingten Glauben und Gehorsam daran.

Solche Menschen sollten einfach gemeinschaftlich von der Bildfläche verschwinden, weil genau sie es sind, die den wenigen Vernünftigen durch Anfeindungen im Wege stehen.

Ende der Ansage.

3.9.16 12:21

Letzte Einträge: Alles wiederholt sich. Noch., Der organische Staat, Nichts ist wahr, alles ist erlaubt., Morsche Bretter auf dem Holzweg

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen